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Sonntag, 8. Oktober 2017

Ablagestruktur - hört sich so richtig an.

Jeder Projektmanager kennt das: die Ablagestruktur. Da überlegt sich jemand eine Struktur. Alle wenden diese an, weil sie damit gut zurecht kommen. Soviel zu Theorie.

Bei dem aktuellen Projekt, an dem ich beteiligt bin, arbeiten wir sehr agil. Alle kennen das Ergebnis und arbeiten darauf hin. Aber es geht auch nicht ohne IT Unterstützung. 

Gestartet haben wir mit OneNote. Ich bin selbst überrascht, wie gut das geht. Dann haben wir noch ein G Suite Account. Denn zur Ablage vom (größeren) Dateien ist OneNote nicht geeignet. Zentrale Informationsplattform ist OneNote. Zu jedem Thema legen wir eine Seite an. Jeder kann anlegen. Und jeder ergänzt wo er den Bedarf sieht. Am Anfang waren es natürlich nur sehr wenige OneNote Seiten. Mit der Zeit wurde es etwas unübersichtlich. Auch die G Drive Ablage (G Drive) wurde immer größer.

Und da war er dann: der Reflex. Wir brauchen eine Ablagestruktur. Es hört sich so richtig und logisch an. Als ich so am überlegen war, wie wir unser OneNote und G Drive strukturieren können (ja, da kann man viele Workshops darüber machen und Stunden investieren), kam mir ein Gedanke. Wir machen keine Ablagestruktur. Oh, Revolution! Jeder legt seine Informationen so ab, wie es für ihn passt. So das er nicht genervt wird. Und das seine Innovationslust freien Lauf hat (wir wollen keine Ablagestruktur verkaufen, wir wollen unsere Ergebnisse verkaufen).

Um zumindest die erledigten Themen aus dem einen Abschnitt zu haben, haben wir in OneNote einen (zweiten) Abschnitt "Archiv" abgelegt. Dort haben wir die Seiten verschoben, die schon einen "Bart" hatten. Und siehe da: es funktioniert.

Was habe ich gelernt? Nicht weil es sich richtig anfühlt, muss es nicht richtig sein. Ich als Projektmanager mag Strukturen. Gilt das aber auch für alle Mitarbeiter/-innen?

Der Erfolg gibt uns recht. Unsere Produkte sind gut und wir haben Erfolg. Wenn nun jemand die fehlende Ablagestruktur kritisiert, dann werde ich damit Leben können ;-). 

Samstag, 7. Oktober 2017

Mobiles Arbeiten - ein Selbstversuch

Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem nicht über die Digitalisierung berichtet wird. Mir fällt da ein Spruch ein: "Im Prinzip geht alles, aber ohne Strom gar nicht (Verfasser unbekannt)". Das gilt auch für die Digitalisierung: ohne Internetzugang (Ergänzung: mit einer guten Bandbreite) geht gar nichts. Die Cloud, AI und sonst was geht ohne Bandbreite überhaupt nicht. 


Um mal zu sehen, wie weit es mit der Bandbreite her ist, habe ich einen Selbstversuch gemacht. Los ging es in der DB Lounge in Nürnberg. Die ist ganz neu eröffnet und bietet verschiedene Zonen an. Ein gutes Konzept. Die Lounge ist gemütlich. Ein Test der Bandbreite brachte folgendes Ergebnis: 2,74 Mbps (Upload) und 2,78 Mbps (Download). Es reicht, dass ich mich via Citrix Receiver anmelden kann. Aber Arbeiten macht damit keinen Spaß. An Skype for Business ist schon gar nicht zu denken. 


Nächste Testarea: der ICE nach Frankfurt. Okay :-). Der Start im Bahnhof in Nürnberg war bei 2,12 Mbps (Upload) und 6,31 Mbps (Download). Toll dachte ich. Aber neben der gemessenen Bandbreite ist auch die Stabilität wichtig. Und eigentlich war alle paar Minuten die Verbindung weg. Arbeiten macht da keinen Spaß. Lob an die Entwickler von Citrix. Das Fenster, wenn der Citrix Receiver anzeigt, dass die Verbindung weg ist, ist Top :-). 


In Frankfurt angekommen: auf zur DB Lounge. Und da hätte ich ja gerne nach der Bandbreite gesehen. Aber: die war absolut überfüllt. Und im stehen mit Tasche, Koffer und Tasse Kaffee gingen mir die Hände zum Messen aus :-). Ich habe gelernt, dass WLan Verfügbarkeit ja toll ist. Aber auf dem Boden vor der Toilette ist nix. Die Präsentation für den Chef ist immer noch nicht fertig. 

Jetzt aber ab ins Hotel. Wenn ich mich beim Einchecken brav anstelle, meinen Meldezettel in Papierversion ausfülle, die Rechnung in Papierform erhalte, habe ich immer den Eindruck, in einer Zeitmaschine in der Vergangenheit gelandet zu sein. Ist aber ein anderes Thema. Kostenloses WLAN. Genial. Eingeloggt und: 3,11 Mbps (Upload) und 6,80 Mbps (Download). Das passt schon. Aber für Skype for Business mit Video reicht es wieder nicht. 

Frage mich gerade, ob jemand es zum Standard erklärt hat, dass der Download so um die 2 Mbps liegen muss. Aus Berlin höre ich immer so was von "50". Wahrscheinlich verstehe ich es nur nicht.

Festzustellen bleibt, dass die Idee, auch Reisezeiten produktiv zu nutzen, zumindest für mich nicht möglich ist.