Weblog   |   Impressum    |   Kontakt    |  

Freitag, 27. Juni 2014

Buchrezension: „Dein Preis“ von Gebhard Borck

Der Autor, Herr Borck, ist seit mehr als einem Jahrzehnt selbständig tätig. In dieser Zeit hat er viermal sein Geschäftsmodell geändert. Aus den Versuchen und Fehlschlägen soll in diesem Buch gelernt werden.

Grundlinie ist die Fragestellung, die viele Menschen bewegt: Wie verkaufe ich mich am besten? Was ist mein Wert?

Zur Ermittlung des eigenen Preises beschreibt das Buch drei Bereiche: fachlich, sachlich und menschlich.

Bei den fachlichen Kenntnissen handelt es sich um die jeweiligen fachlichen Methoden, die man sich angeeignet hat. Festgestellt wird, dass die Fachkenntnisse alleine grundsätzlich den geringsten Wert haben. Die Fragestellung ist eher: was ist mein Alleinstellungsmerkmal? Das Fachliche ist wichtig, allerdings was den Preis betrifft, am wenigsten aussagekräftig.

Im Bereich sachlich geht es darum, in der Eigenreflektion zu bewerten, welche Talente ich habe. Was fällt mir leicht von der Hand? Beispielsweise wie schnell kann ich mich in ein neues IT-Verfahren einarbeiten. Diese sachlichen Werte hat jeder Mensch. Unter Umständen müssen diese jedoch erst im Dialog mit Freunden herausgefunden werden.

Bei dem Bereich menschlich handelt es sich um die Eigenschaften des Charakters und der Persönlichkeit. Interessant an dieser Stelle ist, dass ausgeführt wird, dass die menschlichen Fähigkeiten gerade in Grenzsituationen (z.B. beim Scheitern) herausgefunden werden können.

Herr Borck stellt in seinem Buch als Fazit fest, dass die Schnittmenge von den fachlichen, sachlichen und menschlichen Fähigkeiten der höchste Wert und der beste Preis definiert werden.

Als Nächstes wird eine Nutzenanalyse ausführlich dargestellt. Dabei geht es darum, zusammen mit dem Kunden den Nutzen aus dem Auftrag herauszuarbeiten. Interessant habe ich dabei gefunden, dass auf die Methode eingegangen wird. Es wird ein Diktiergerät in Form eines Smartpens verwendet. Bei der Nutzwertanalyse wird auch darauf eingegangen, welchen Anteil der Auftragnehmer an dem zu stiftenden Nutzen hat.

Ausführlich wird in einem Kapitel auch das Thema Angebot beleuchtet. Dabei werden die
verschiedenen Vertragstypen dargestellt. Dabei wird aus meiner Sicht eine gute Hilfestellung für eigene Projekte geliefert.

Beim Thema Bezahlen geht es darum, wie der Auftragnehmer dann zu seinem Geld kommt.

Persönliche Bewertung

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt für denjenigen empfehlen, der sich schon immer mal die Frage gestellt hat, was ist mein Preis!? Was kann ich für meine Leistung verlangen!? Dieses Buch zielt sehr stark auf Selbständige ab. Aus meiner Sicht eignet sich dieses Buch aber genauso für jede/n angestellten Mitarbeiter/-in, um Impulse für die persönliche Leistungsstärke („Dein Preis“) zu erhalten.

Weitere Informationen

Wer noch weitere Informationen (unter anderem ein Video einer Keynote von Herrn Borck) zu diesem Thema haben will, wird hier fündig. Zum Buch direkt geht es hier.