Weblog   |   Impressum    |   Kontakt    |  

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Impulsvortrag: Temonos, Christine Neidhardt und Olaf Lewitz (PM Camp Berlin 2013)

Es geht um Vertrauen. Vertrauen ist wichtig. Wo kein vertrauen ist, muss viel Energie aufgewendet werden (z.B. bei Formulierungen).
In Unternehmen ist auch Angst und Politik ein Thema.
Fehlendes Vertrauen: 50-80 % AZ geht dafür bei größerem Firmen (ab 3 Personen) verloren.

Wenn wir mehr über uns erzählen, erfahren wir mehr vom anderen.
Loyalität nimmt zu, größere Bindung an Unternehmen entsteht (dieser Asset wird unterschätzt).
Der Kunde braucht ein Wow-Erlebnis. Zufriedene Mitarbeiter/-innen sind Schlüssel zum Erfolg.

Wir brauchen eine gemeinsame Vision, jeder weiß was zu tun ist und brennt dafür.
Voraussetzung dafür ist: Ich muss wissen wer ich bin. Dann weiß ich wohin ich will!
Eine Vision ist dann lebendig, wenn es eine Geschichte ist (wie eine Art Film).
Wir sind Geschichten Erzähler, es ist unsere Identität
Geschichten bilden die Unternehmeskultur.
Was ist meine Geschichte? Und warum?

Methode: Temenos (Geschichten erzählen Workshop, aus den USA). Dabei geht es um Vertrauen aufzubauen.
Start: eigene Geschichte erzählen (was hat euch zu dem gemacht?).
Visualisierung der Geschichte, es entstehen evtl. Gemeinsamkeiten.
Ziel: ich darf bei mir selbst sein.  Masken fallen runter. Auch bei Dissens zwischen Menschen anwendbar.

Wir leben in Systemen (Familie etc.). Wir sind nicht bewusst, wenn wir Systeme wechseln. Ist anstrengend, dieser Rollenwechsel in den Systemen.

Scheitern, Clean Slate (reiner Tisch). Man sieht sich die einzelnen Systeme an
Influance Map, Clean Slate, Personal Vision (Zukunft), Feedback
Geschichten erzählen in der Gruppe
Archetypen (Feedback: Du bist wie ...)

Ziel: Temenos: gemeinsame Vision entwickeln (gemeinsames großes Bild)
Es gibt offene Workshops, aber auch für Firmenworkshops.

Erkenntnis: wenn der erste erzählt hat, kommt der andere auch ins Gespräch (kann was dazu sagen). Es entstehen Anknüpfungspunkte (Geschichte dann fortspinnen, weitererzählen).
Um niemanden zu verletzen: Geschichte über die Zukunft erzählen.

Ansatz für Teams untereinander. Vertrauen baut sich langsam auf. Und kann schnell zerstört werden.

Sessiondokumentation: Ökomomisierung Arbeit/Leben, Roland Dürre (PM Camp Berlin 2013)

Viele Prozesse, die uns täglich begegnen sind effizient. Dabei wird oft nicht mehr an den Kunden gedacht. Es entsteht der Eindruck: andere Sachen stehen im Vordergrund.


Es herrscht die “dominate Logik”: wir müssen wirtschaftliche Arbeiten! (Beispiel: Auszubildende/e einstellen ja oder nein)
Der Trend lautet: was bringt das?


Kann man was dagegen machen? Wenn ja, was?
  • Kunden langfristig binden, Kunden glücklich machen, Nachhaltigkeit
  • Glückliche Mitarbeiter (Zufriedenheit)
Zeit ist Thema.


“Oasen in Unternehmen werden früher oder später rasiert.”


Im Pflegebereich ist die Ökomomsierung schon da. Was kostet es … gesellschaftlicher Anspruch (dominate Logik).


Sozialer Konsens in unserem Einflussbereich nutzen. Wir sind hier die Eliten. Wir hatten keine wirklichen Krisen der letzten 50 Jahre. Bewegendes Thema und täglicher Schwachsinn.
Jeder kann in seinem Umfeld die “dominate Logik” in Frage stellen.


Wertvorstellung als Unternehmer (sind wir da noch unterwegs?). Also im Mikrokosmos arbeiten (also mein Unternehmen). Große Unternehmen haben dafür Compliance.

Der eigene Microkosmos ist der Gestaltungsrahmen.

Sessiondokumentation: Kanban im Projekteinsatz (Erfolgs- und Fehlerfaktoren), Fa. leanovate (PM Camp Berlin 2013)

  • Exkurs: Scrum ist ein Prozessframework für iteratives Arbeiten um Eregbnisse zu liefern
  • Kanban ist flexibeler, wenige feste Regeln (Ziel: System optimieren),
  • Scrum und Kanban sind agile Vorgehensweisen
  • Anwendungsbeispiele: Scrum IT Entwicklung und Kanban Lagerhaltung
  • Kanban geht aktuell mehr in die Breite.
  • Bei Kanban wandern die Themen durch den Prozess
  • Multitasking ist anerkannt. Singletasking ist aber sinnvoller
  • Kanban ist ein Systemoptimierungstool. Es wird sichtbar!
  • Es wird viel gemessen (z.B. Prozesslaufzeit)
  • Es geht um die Kapazität eines Systems (Input zu Output)
  • Wurde von Toyota entwickelt
  • Kanban heißt übersetzt: Signalkarte

Sessiondokumentation: Selbstorgansiation im PM, Wolfgang Menauer (PM Camp Berlin 2013)

Leitfrage: Wie kann Selbstorganisation aussehen?
Wasserfallmodell vs. Mäander Projekt (geht dabei um Selbstorganisation)
  • Wie organisiere ich Menschen/Mitarbeiter?
  • Wie viel Mitbestimmung will ich haben?
  • Wem soll das Projekt nutzen?
  • Was ist das Problem? Was soll gelöst werden? Nutzer mit einbeziehen.
Diskussion: ist eine Vision sinnvoll? Dabei sind unterschiedliche Sichtweisen denkbar. Die Vision muss richtig formuliert sein.

Mechanismen für Selbstorganisation: Holos (selbstorganisierende Kreise, entscheidungsgetrieben)

Sessiondokumentation: der Projekt-Inszenator (in 8 Schritten zur perfekten Projekt-Inszenierung), Alexander Mehrein (PM Camp Berlin 2013)

Leitfrage: wie gewinne ich Unterstützter für mein Projekt?

Dazu zählen alle Maßnahmen (nicht nur bunte Bilder). Alles was dazu geeignet ist.
Zielgruppe: z.B. spätere Nutzer, Geschädigte
Was, wie soll kommuniziert werden?
Ist ein Produkt der Erfahrung. Ein Tool/Prozess. Kommunikationsziele sollen dabei gemeinsam erarbeiten werden.
Es sol, ein Bewusstsein entstehen: was will ich wie kommunizieren?!

Schritt 1: Klärung des Projektrahmens (Grundlage: The Project Square)
Ausgangspunkt, welche Maßnahmen entwickle ich:
  • Geisteshaltung (wie ist die Stimmung im Projekt)
  • Nutzen
  • Schäden
Diese Überlegungen werden zu oft zu spät angestellt.

Schritt 2: Inszierungsziele (nach SMART): z.B. alle kennen zum Kick-Off den Projektinhalt.
Dieses Thema wird oft unterschätzt.

Schritt 3: Projekt-Botschaft Ideenfindung durch Brainstorming (z.B. Name des Projekts, wesentliche Botschaften)

Schritt 4: Ideenauswahl Bewertung und Auswahl der Ideen (Zwischen den Schritt 3: Ideenfindung und Schritt 4: Ideenauswahl sollte eine zeitliche Differenz vorhanden sein.

Schritt 5: Medienauswahl (z.B. Projektname, Claim (das ganze Projekt in wenigen Worten). Prototyp, Präsentationsvorlagen (wer macht was bis wann?)

Schritt 6: Maßnahme Ideen

Schritt 7: Maßnahme festlegen

Schritt 8: Mass nahmen Planung (Bestandteile, Ressourcen etc.)


Das Ergebnis der 8 Schritte ist ein Kommunikationskonzept.

Sessiondokumentation: Wie pitche ich meine Idee? Alexander Köplin (PM Camp Berlin 2013)

Es handelte sich um eine sachliche Vorstellung des Themas. (z.B. wie ich es angehe etc.) Nicht im Sinne von Rhetorik. Es ist ein ganz praktisches Thema.


Es geht dabei um das Finden und Überzeugen von Investoren (Inverstition 250 - 500t Euro)


Nachfolgende Hinweise wurden gegeben. Es wurde bei der Vorstellung immer wieder auf die parallelen zu Projekten gegeben. Ich habe deshalb in der Spalte “Projekt” die Hinweise ergänzt.

Hinweise
Projekte
Gute Materialien für die Präsentation ist wichtig
Auch bei Projekten sind gute Unterlagen für die Präsentation erforderlich.
So lange wie möglich mit eigenem Geld arbeiten

Eine Person muss das Thema vorantreiben (aus dem Team)
In der Regel der Projektleiter
Es sollten vertragliche Regelungen für den Fall getroffen werden, was passiert, wenn einer vom Team aussteigen will

Die Fragen: “was will ich erreichen, was will ich machen?” müssen beantwortet sen

Investoren investieren in Teams (als Gesamtheit), nicht “nur” in die Idee
Das ist auch für Projekte wichtig
Wichtig ist, dass man mit möglichst vielen Leuten über seine Idee spricht (erster Eindruck ist viel wert)
Laufende Kommunikation auch in Projekten
Netzwerken ist wichtig: z.B. meet Pepole, Events, Twitter, Visitenkarte (z.B. Web Week, auch in Nürnberg). meetup.com


Bei dem Investor muss man ein gutes Gefühl haben
Es muss auch ein gutes Gefühl beim Auftraggeber vorhanden sein
Ausdauer ist ganz wichtig. E-Mail, Anrufen, vorbeigehen. Auch in 2-3 Minuten die Idee vorstellen können.

Elevator Pitch beherrschen (in 60 Sekunden, Dauer einer Auszugsfahrt), keine großen Anlagen, schnell eine Meinung bilden, nicht Word oder Excel, PitchDeck
Aus meiner Sicht sollte man auch für sein Projekte den “Elevator Pitch” können
Professionalität ein wichtiges Thema, Dateinamen, E-Mail Adresse, Bild etc.
Das “Bild” vom Projekt entsteht auch über diese Professionalität
Gründen ist ein Fulltime-Job

Es dauert immer länger als man denkt, irgend einer sagt dann: es ist ok. Andere ziehen dann nach

Faustregel: für 1 Mio Euro Invest braucht 50.000 Euro Umsatz im Monat

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Sessiondokumentation: “es gibt mehr Menschen die innerlich kapitulieren, als solche, die scheitern” Nadja Petranovskaja (PM Camp Berlin 2013)

Hypothese: “man muss erst was tun, bevor man anfängt und damit scheitern kann”


Warum kapitulieren Menschen innerlich? Folgende Gründe ergeben sich:
  • Wir kapitulieren, weil wir kein klares Bild vom Ziel haben
    Wenn ich nachts um 3 Uhr geweckt werden, muss ich mein klares Ziel benennen können. Begriffe wie Geld, Gesundheit, Karriere etc. sind nicht konkret genug weil nicht definiert. Die Zielfindung ist ein Prozess. Das Problem besteht mit Oberzielen (diese geben keine Antwort auf das wozu). Oberziel ist vordefiniert und bedarf der externen Bestätigung.

    Folgender Trugschluss ergibt sich: erst wenn ich Erfolg habe, dann bin ich glücklich. Es ist genau andersrum. Ich bin jetzt hier und glücklich (Zustand: ich bin perfekt).
  • Wir unterschätzen unseren Feind.
    Wir sind wie folgt erzogen: wir müssen Probleme bekämpfen. Damit stellt sich das Hirn auf Kampf ein. Hilfreich ist, eine Liste machen und irreales zu Streichen.
  • Niemand ist da, der auf den Sieg angewiesen ist


Was muss ich machen, um nicht zu kapitulieren?
  • Man muss nur sein. Du bist Du! Sei dir selbst genug.
  • Warum sind wir hier? Es ist möglich, Oasen in großen Organisationen zu bauen.


Was ist für mich Glück? Eigene Liste machen (Selbstverantwortung).
Wie gehe ich mit meiner Zeit um? Es ist meine Entscheidung.

Ich muss wissen wer ich bin. Ich muss bei mir sein.

Impulsvortrag: “Scheitern” Jörn Hendrik Ast über das Thema (PM Camp Berlin 2013)

Dieses Thema ist laut dem Referenten fundamental für den Werdegang, das Leben und Projekte.




Dabei wurden folgende Thesen aufgestellt:
  • Scheitern ist wichtiger als Erfolg Scheitern hat mehr Gewicht als der Erfolg. In der Hauptstadt Berlin ist Scheitern präsent und wir sollten mehr darüber reden als über den Erfolg.


  • Scheitern fördert die Widerstandsfähigkeit
    Wir werden durch das Scheitern widerstandsfähiger. Man man nimmt was mit und bekommt ein dickes Fell. Menschen, die  nur mit Erfolge haben (ohne Scheitern) werden (künftig) weniger Erfolg haben.
  • Scheitern macht glücklich
    Durch die offene Art und Weise, wie man mit dem Scheitern umgeht erhält man ein erfülltes Projektleben. Es macht einfach keinen Spaß, immer wieder besser werden zu müssen. Es ist auf Dauer zu anstrengend.
    Sicher muss man sein bestes geben. Wir wollen erfolgreich sein. Aber die Entspannung im Umgang mit dem Scheitern bringt die notwendige Energie.
Nach dem Vortrag folgte eine Fragerunde mit folgenden Themen:
  • Business Model Canvas war immer Transparent auf der Website verfügbar
  • Der Referent redet offen über das Scheitern (Blog und Kommentare)
  • Der neue Arbeitgeber geht offen mit dem Thema um
  • Es war eine Umstellung auf reguläre Arbeitszeit als Angestellter
  • Der Referent Ist sehr selbstbewusst mit dem Scheitern umgegangen ohne große Selbstvorwürfe
  • Man muss sich dafür entscheiden, wenn man gescheitert ist
  • es wird mehr darüber geredet (nicht mehr so im “Hintergrund”)


Eine persönliche Anmerkung von mir. Der Vortrag war sehr authentisch. Ich hatte so den Gedanken, wenn ich auch so entspannt mit dem Thema umgehen kann, dann ist Scheitern auch o.k. Und sind wir uns doch ehrlich: wer ist im Laufe seines Lebens noch nie gescheitert!?

Dienstag, 1. Oktober 2013

PM Camp Berlin 2013

Jetzt habe ich an meinem ersten PM Camp teilgenommen. Gleich am nächsten Tag ging es in den Urlaub. Unser Zimmer hatte einen schönen Balkon mit Meerblick und ich nutzte die Möglichkeit, hier meine Notizen zu überarbeiten.

Mal ehrlich: gibt es einen besseren Arbeitsplatz :-)?

Bereits im Vorfeld war mir klar: der Erfolg bei der Teilnahme am PM Camp hängt auch davon ab, inwiefern es mit gelingen wird, Kontakt aufzunehmen. Dazu habe ich bereits im Vorfeld einen Artikel veröffentlicht.

Am Freitag, den 13.09.2013 war ich pünktlich um 16.00 Uhr vor Ort. Da das Get togehter mit Stehtischen stattfand, entstand recht schnell ein Gespräch, obwohl ich vorher noch niemanden kannte. Themen waren: Design Thinking, Canvas und Selbstständigkeit. Gerade das Thema: “Canvas” war für mich interessant. Da ich in diesem Zusammenhang an einem Projekt arbeite, war mir das Thema bekannt. Nach ca. 3 Stunden warten auf eine Begrüßung (es war dann irgendwann klar, diese wird es “offiziell” nicht geben :-)) taten mir die Füße weh und ich gibt zum Hotel zurück. So im Nachgang wurde mit bewusst, wie viel Umbruch gerade stattfindet. Gerade Design Thinking ist in vielen Gesprächen Thema.

Am Samstag, den 14.09.2013 gibt es dann “ganz offiziell” los.

Das besondere am PM Camp ist, dass die Teilnehmer/-innen die Themen der Veranstaltung bestimmen. Es ist quasi ihre Veranstaltung. Nach dem “Open Space Prinzip” kann jeder Themen vorschlagen.

Folgende Grundsätze gelten:
  • wer auch immer kommt, es sind die richtigen Leute
  • was auch immer geschieht, es ist das Einzige, was geschehen konnte
  • vorbei ist vorbei - nicht vorbei ist nicht vorbei
  • das Gesetz der zwei Füße (wer kommt ist der Richtige). Man muss nicht bleiben, wenn das Thema für einen persönlich nicht interessant scheint.
  • Von “Hummeln” oder “Schmetterlinge”
  • jeder, der eine Session vorschlägt, stellt diese kurz vor
  • es werden die Sessions, die im Vorfeld auf der Website gesammelt worden sind, vorgestellt und eingebunden

In den nächsten Tagen werde ich meine Aufzeichnungen zu den Impulsvorträgen und Sessions, bei denen ich teilgenommen habe, veröffentlichen.